Auf dieser und den folgenden Seiten möchten wir Ihnen unser schönes Dorf Euren etwas näherbringen. Nach all den vielen historischen Beiträgen sind Sie vielleicht neugierig zu erfahren, wie unser Ort heute aussieht. Hier sehen Sie es ...


 
 
Eligiusstraße - Ehemaliges Wohnhaus des Eurener Heimatforschers Hans Bohr
Am 19. November 1921 heiratet Hans Bohr die am 26. März 1889 in Harrachsdorf geborene Emma Hofmann, die ihn bei seinem segensreichen Schaffen stets unterstützt. Am 12. August 1922 erblickt das erste Kind Reinhard Carl das Licht der Welt, stirbt jedoch bereits nach 7 Monaten am 21. März 1923. Elfriede, das zweite Kind, kommt am 11. Januar 1926 zur Welt.
Auf der Generalversammlung des Vereins für ortsgeschichtliche Forschungen Euren am 22. November 1924 stellt er als 1. Vorsitzender den Mitgliedern ein reichhaltiges Programm vor - u. a. regt er an, einen Stammbaum aller Eurener Familien aufzubauen. Ein Teil dieser Arbeiten konnte in der Eurener Chronik veröffentlicht werden, doch sein allzu frühes Ableben ließ dieses Werk von bleibendem ortsgeschichtlichem Wert leider unvollendet. Im Oktober 1925 erscheint unter dem Namen "Beiträge zur Chronik der Pfarr- und Civilgemeinde Euren" das erste Heft der Eurener Chronik, an deren Herausgabe er ganz wesentlich beteiligt ist. Mit Ludwig Steinbach, Johann Baptist Georg und vielen anderen veröffentlicht er hier in einer recht stattlichen Anzahl von Aufsätzen und Abhandlungen die Ergebnisse seiner langjährigen Arbeiten.
Seine familienkundlichen Arbeiten zu Eurener Familien verschaffen ihm den Ruf eines Experten auf diesem Gebiet, wodurch das NS-Amt für Sippenforschung in Berlin auf ihn aufmerksam wird und ihm einen hohen Posten anbietet. Diese Auszeichnung lehnt er jedoch ab woraufhin er von Trierer NS-Stellen unter Druck gesetzt wird, was zur Folge hat, das er Ende des Jahres 1935 den Vorsitz des Vereins für ortsgeschichtliche Forschungen niederlegt und zeitgleich im 10. Jahrgang mit der Doppelnummer 7/8 das letzte Heft der Eurener Chronik erscheint.
Am 20. Oktober 1944 stirbt Hans Bohr im Alter von 53 Jahren in seinem Haus in der Eligiusstrasse an einem Herzinfarkt.
In Würdigung seiner großen Verdienste um seine Heimat Euren wurde er 1974 in die vom Kolpinghaus Trier-Euren e.V. angelegte Ehrengrabstätte auf dem Eurener Friedhof umgebettet wo er an der Seite seines Freundes Ludwig Steinbach ruht.
 

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